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Die Pfeiffen von der Islamic Jihad Union und die Ermittler
Freitag, 7. September 2007

Mahlzeit,

dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Plan der deutschen "Außenstelle" Islamic Jihad Union eine oder mehrere Bomben zu bauen.

Kapitel 1: Die Bombe

Beginnen wir mit einer Recherche nach dem Sprengstoff den dir Burschen angeblich verwenden wollten, vielleicht wollten sie ja auch mit dem Wasserstoffperoxid ein paar Taliban die Haare färben.

Quelle Wikipedia:
Acetonperoxid
(auch bekannt als APEX oder TATP) ist ein hochexplosiver Stoff mit der Schlagempfindlichkeit eines Initialsprengstoffs. Wie die meisten organischen Peroxide ist auch Acetonperoxid instabil und kann durch Stoß, Wärme, Reibung, Funken, Elektrizität oder UV-Licht zerfallen und heftig detonieren

Eigenschaften von Acetonperoxid: 

- Die Schlagempfindlichkeit wird mit 0,03 kp·m = 0,3 Nm angegeben, aber was heisst das, die Schlagempfindlichkeit ist die Empfindlichkeit eines Sprengstoffs durch Erschütterungen (Schlaglöcher auf der Strasse, Herunterfallen, was weiß ich noch) es zur Explosion kommt.
Fallhammerversuch mit einem 1 kg-Fallhammer (üblich sind bei normalen Sprengstoffen Untersuchungen mit einem 2 kg-Fallhammer) detoniert es bei Schlag aus nur 3 cm Höhe. Acetonperoxid ist damit einer der schlagempfindlichsten Stoffe und deutlich empfindlicher als übliche Initialsprengstoffe oder beispielsweise Nitroglycerin (2 kg Fallhammer aus 10–12 cm Höhe).
Also fassen wir zusammen,  Acetoperoxid im Vergleich zu Nitroglycerin viel empfindlicher gegenüber Schlägen. Ja prost Mahlzeit.

- Nitroglycerin hat eine Reibungsempfindlichkeit von nur 0,2 Nm, TATP aber eine von 0,3 Nm, wonach Nitroglycerin empfindlicher ist.
Beispiel: So reicht z. B. schon die beim Öffnen eines Schraubverschlusses entstehende Reibungsenergie aus, um ein evtl. in das Gewinde gelangtes Korn zur Explosion zu bringen, was das gesamte Behältnis zur Explosion bringen würde.

Bei der Schlagempfindlichkeit ist das auch schon wurscht.

- Flüchtig an Luft, Trimeres Acetonperoxid sublimiert schon bei 14–18 °C, also unterhalb der Raumtemperatur, und detoniert feucht noch bei einem Wassergehalt von 25 %.
Das Zeuch verdunstet, zum Beispiel in einem Behälter sehr gerne und die Kristalle bilden sich dann einfach mal woanders. Das gepaart mit der Reibungsempfindlichkeit, d.h. eine ständige Kühlung auf ca. 5°C wird empfohlen, nicht nur bei der Herstellung sondern auch bei der Lagerung und das mit 730 Kilogramm einer 35-prozentigen Wasserstoffperoxid Lösung.

- Reizend (bei nur geringer akuter Toxizität), hochentzündlich, hochexplosiv
Die Toxizität ist da auch schon wurscht.

-  Die Sprengkraft von Acetonperoxid liegt, je nach Testmethode, bei 80–100 % der Sprengkraft von Trinitrotoluol (TNT)

Herstellung von Acetonperoxid: 

Der Komplexität der Herstellung ist abgesehen von dem enormen Explosionsrisiko relativ einfach.
Man benötigt:

- Wasserstoffperoxid
- Aceton
- verdünnte Säuren als Katalysator (Salzsäure, Schwefelsäure oder Phosphorsäure)

Apexformel

Probleme bei der Herstellung:
- Bei mangelnder Kühlung entsteht bei der Reaktion mit Salzsäure unter Kochen das Tränengas Chloraceton.
- Bereits bei 130 °C kann es explodieren. Bei einer Lagerung bei erhöhter Temperatur zersetzt es sich innerhalb weniger Stunden.

Kapitel 2: Die Intelligenz der Terroristen:

Quelle Süddeutsche Zeitung Online:
- So unternahmen die Verdächtigen oft Rundgänge um ihre Wohnungen, um mögliche Fahndungsfahrzeuge zu entdecken. Einer der mutmaßlichen Terroristen ging voraus, ein anderer folgte in einigem Abstand, um Bewegungen von Polizisten mitzukriegen.
Ab sofort ist jeder verdächtig der mit dem Hund Gassi geht...

- Wenn die Verdächtigen im Auto saßen und sicherstellen wollten, dass sie nicht verfolgt werden, beschleunigten sie auf Ausfallstraßen plötzlich auf Tempo 200 oder überfuhren rote Ampeln.
Die Tricks werden ja immer besser, das sieht man ja in jedem schlechten Krimi

- Und einmal sprang der inzwischen festgenommene Daniel S. aus dem Saarländischen im letzten Augenblick aus einem abfahrenden Zug, lief über die Gleise und stieg dort in einen anderen Zug. Die Polizisten konnten nicht folgen, ohne selbst entdeckt zu werden.
Ja liebe Polizei da müsst ihr mehr Grosstadtrevier gucken da sieht man wie das wirklich geht

- "Die kannten alle Abschüttelmaßnahmen, die man nur kennen kann", sagt ein Ermittler der Süddeutschen Zeitung. "Die waren hervorragend darauf vorbereitet, was sie erwartet, wenn sie sich hier bewegen. Das war professionelles nachrichtendienstliches Wissen."
Ich glaube ich besitze auch "nachrichtendienstliches Wissen" werd mich gleich mal beim Verfassungsschutz melden, aber die Jungs waren ja auch in Pakistan im Lager.

- Auch technisch versuchten die Täter sich zu tarnen. Nach Informationen der SZ kommunizierten die Verdächtigen unter den IP-Adressen unbescholtener Bürger miteinander. Sie drangen dafür in offene, ungeschützte Wireless-Lan-Netze ein und benutzten dann zur Tarnung die IP-Adressen (individuelle Nummern für jeden Internet-Zugang), um ihre Führungsleute in Pakistan zu erreichen.
Was für eine großartige Leistung, sich in ein offenes WLAN einzuloggen.

- Zu dem Zeitpunkt, als die mutmaßlichen Täter ihre zwölf gehorteten Fässer mit Wasserstoffperoxid aus dem Versteck holen und mit der Herstellung von Sprengstoff beginnen wollten, spielten sie ein Verschlüsselungsprogramm auf einen ihrer Computer. "Da wurden wir blind", sagt ein Fahnder der SZ. "Da hätte uns ein Trojaner geholfen, um da einzudringen."
Wie gemein von den Terroristen ein Veschlüsselungsprogramm aufzuspielen, was aber verschlüsselt wurde (Festplatte, Emails) und mit welchen Algorithmus ist nicht bekannt.

 

 

 

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